Modus AquaRichtig
oder:
Wie man es dem Leser möglichst schwer macht

  • Formulieren Sie so unverständlich wie möglich, damit der Leser nicht bemerkt, welchen Unsinn Sie verbreiten. Auf eine stringente und folgerichtige Darstellung ist daher möglichst zu verzichten
  • Wenn sie einen Sachverhalt beschreiben, tun Sie dies möglichst abstrakt und nicht realistisch. Die Sachverhaltswirklichkeit darf nicht wiedererkennbar sein
  • Greifen Sie Äußerungen dritter auf, sollten Sie tunlichst verhindern, dass der Leser sie selbst in Augenschein nehmen kann. Nachvollziehbare Verweise oder gar wörtliche Zitate der aufgegriffenen Äußerungen sind daher tabu.
  • Die aufgegriffenen Äußerungen dürfen auf gar keinen Fall konkret genannt werden
  • benutzen Sie Fachbegriffe in Zusammenhängen, in denen sie keinen Sinn ergeben oder belegen Sie diese mit einer Privatbedeutung
  • Standpunkt und Äußerungen des Gesprächspartners sollten so verdreht werden, dass sie diesen in einem möglichst schlechtes Licht rücken. Gerade dann, wenn es objektiv weder an Standpunkt noch Äußerungen etwas zu kratzen gibt. Notfalls diffamieren Sie ihr Gegenüber einfach.
  • Die dem Gesprächspartner untergeschobenen Äußerungen und Ansichten sollten sooft wie möglich wiederholt werden, damit der Leser sie als dessen wirkliche Äußerungen und Ansichten akzeptiert
  • Lenken Sie sooft wie möglich vom eigentlichen Thema ab, um ihren Gesprächspartner in eine fruchtlose Verfolgungsjagd zu verwickeln. Das gelingt umso besser, je abstruser Sie sich äußern.
  • Belegen Sie auf keinen Fall ihre Behauptungen. Sie sollten bestenfalls den Schein waren. Herangezogenen Belegstellen dürfen daher Ihre Behauptung gar nicht tragen. Hier zählt der Schein, nicht das Sein.
  • Berufen Sie sich häufig auf Autoritäten. Gerade dann, wenn deren Aussagen gar nichts zur Sache beitragen oder Ihnen gar widersprechen
  • Vermeiden Sie die Auseinandersetzung in der Sache am besten gänzlich und beschränken Sie sich auf persönliche Angriffe gegen den Gesprächspartner
  • Bedenken Sie immer: das Ziel ist, es dem Publikum möglichst schwer zu machen, sich ein objektives Urteil zu bilden

Ansonsten wünsche ich einen schönen und erholsamen Urlaub.

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