Fixe Ideen bei AquaRichtig
Heute: Furmanek macht Professoren, Ärzte, Biologen und einige mehr herunter

Ich weise regelmäßig die von AquaRichtig als Belege für die dortigen Behauptungen vorgebrachten Werke zurück. Wenn ich das tue, dann weil das von AquaRichtig als Beleg herangezogenen Werk oder die betreffende konkrete Textstelle:

  • regelmäßig für den jeweiligen Sachverhalt nicht einschlägig ist
  • die verteidigte Behauptung nicht trägt
  • mitunter sogar das Gegenteil dessen ausagt, was man bei AquaRichtig meint
  • nicht den erforderlichen Qualitätskriterien einer seriösen Quelle genügt
  • Behauptungen propagiert, die sogar deutlich im Widerspruch zum wissenschaftlichen Konsens stehen

Wenn ich also entsprechende Werke als Belegstelle zurückweise, dann immer in der Sache begründet. In den meisten Fällen weise ich eine von als Beleg angeführte Quelle zurück, weil sie zwar sachlich zutreffen mag, aber eben nicht für den zu beweisenden Sachverhalt einschlägig ist. Der Mangel liegt also nicht in der Quelle selbst, sondern in íhrer Verwendug als Beleg im konkreten Fall. So lassen sich beispielsweise Erkenntnisse zur Pflanzenernährung aus dem terrestrischen Erwerbspflanzenbau nun mal nicht eins zu eins auf Wasserpflanzen übertragen. Insbesondere dann nicht, wenn es hier spezifische Erkenntnisse gibt, die ein anderes Bild zeichnen. Eine Ausnahme mag in begrenztem Umfag Nassreis als Sumpfpflanze darstellen. Hier liegt der Fehler also nicht bei den Autoren der referenzierten Werke, sondern bei AquaRichtig. Nämlich in der Auswahl des Werkes oder der Textstelle als Beleg für die zu verteidigende Behauptung. Behauptung und Beleg passen nicht zusammen, die Belegstelle ist also nicht einschlägig.

In anderen Fällen weise ich eine Belegstelle aufgrund inhaltlicher Mängel zurück. In der Interpretation von AquaRichtig mache ich dann deren Urheber herunter oder nieder. Gut, kann man so sehen. Muss man aber nicht. Auch Professoren, Ärzte, Biologen können irren oder an Unsinn glauben. Die Wissenschaftsgeschichte kennt viele wissenschaftliche Irrläufer. Das wertet zwar deren valide Errungenschaften nicht ab, zeigt aber, dass auch Wissenschaftler vorallem eines sind: Menschen. Und die können bekanntlich irren. Ganz besonders gilt das für die Verfasser der Texte bei AquaRichtig, wo der Irrtum offenbar die Norm darstellt. Denn hier genügt es schon, dass wissenschaftliche Erkenntnisse der eigenen Überzeugung widersprechen, um sie mit einem Handstreich beiseite zu wischen.

Aufgrund inhaltlicher Mängel habe ich beispielsweise die (oder zumindest die prominentesten) von Karl Hecht behaupteten medizinischen Wirkungen von Zeolith zurückgewiesen, weil diese offenbar als wissenschaftlich nicht haltbar angesehen werden müssen und selbst auf wissenschaftlich nicht haltbaren Annahmen basieren (Elektrosmog). Wenn man so will, habe ich diese Behauptungen sinngemäß als esoterisch bezeichnet. Ohnehin geht es wenn überhaupt bei Zeolith im Kern um dessen Anwendung als Filtermedium in der Aquaristik, nicht um seine medizinische Anwendung. Prof. Dr. Hecht stellte ich also in diesem Sinne als Esotheriker hin, weil besagte Behauptungen wissenschaftlich nicht belegt sind und in der Gesamtbetrachtung auch wissenschaftlich keine Grundlage besitzen. Darum wohl! Ebenfalls ist dies eines der zahlreichen Beispiele dafür, dass man bei AquaRichtig nicht die nötige Skepsis und gebotene Sorgfalt bei der Quellenauswahl an den Tag legt.

In wieder anderen Fällen weise ich nicht die Quelle per se zurück, sondern ihre Interpretation und Präsentation durch AquaRichtig. Der Quelle werden also inhaltliche oder andere Eigenschaften angedichtet, die sie nicht hat. So meint man bei AquaRichtig, man habe sich bezüglich Pflanzenphysiologie z. B. auf Hans Sachs [sic!] berufen und ich wolle AquaRichtig damit lächerlich machen, dass dieser schon 100 Jahre tot sei. Hier vermengt man gleich drei Sachen aufeinmal!

Gemeint ist offenbar nicht Hans Sachs (oder Hans Hass?), sondern Julius Sachs. Des Weiteren habe ich nicht die pflanzenphysiologischen Erkenntnise Julius Sachs' diskreditiert und schon gar nicht, weil dieser schon seit über 100 Jahren tot ist. Im besten Falle habe ich darauf verwiesen zu bedenken, dass die pflanzenphysiologischen Erkenntnisse von Sachs' bedingt durch ihr Alter womöglich nicht den gesamten heutigen wissenschaftlichen Kenntnisstand in dieser Fragestellung repräsentieren. Genau betrachtet hat man sich bei AquaRichtig auch gerade nicht auf Sachs' Erkenntnisse berufen, sondern lediglich auf deren Widergabe durch Dritte. Sachs' Erkenntnisse selbst widersprechen am Ende auch den aquarichtigschen Behauptungen. Aber man hat sich dort wohl nicht die Mühe machen wollen, Sachs' Werk direkt heranzuziehen.

Ähnliches gilt für Strasburger. Das beginnt schon damit, dass besagtes Werk in der als Beleg von AquaRichtig konkret vergegenständlichten Auflage lediglich nach Strasburger benannt ist, der Inhalt aber aus der Feder anderer Autoren stammt. Es ist deshalb irreführend, wenn AquaRichtig das Werk in dieser Form sinngemäß als Strasburgers persönliches Werk präsentiert und sich auf Strasburgers persönliche Expertise beruft. Bei jemandem, der zum Erscheinungszeitpunkt des betreffenden Werkes schon seit fast 100 Jahren tot ist, und das bis dahin bereits in der xsten Auflage mit welchselnder Autorenschaft erschienen ist, ist es wohl naheliengend, um nicht zu sagen zwingend, dass dies nicht der Fall sein kann.

Was kann ich also dazu, dass man bei AquaRichtig in 99 von 100 Fällen mit Belegen aufwartet, die aus einem der oben genannten Gründe ungeeignet sind, die aquarichtigschen Behauptungen zu tragen? Wenn also schon jedes siebte Ei von AquaRichtig kein faules wäre, wäre das schon ein Fortschritt.

Im Gegensatz zu AquaRichtig, wo man sich widerstreitenden Ansichten gegenüber verschliesst, nur weil sie von Furmanek kommen, tue ich das gerade nicht. Ich weise die Ansichten nicht a prioiri zurück, weil sie von AquaRichtig kommen. Die Ansichten müssen nur hinrecheind gut mit der Wirklichkeit übreinstimmen. Gerade das tub sie bei AquaRichtig aber leider meist nicht. Ich weise die Ansichten also zurück, weil sie nicht mit den Tatsachen vereinbar oder logisch fehlerhaft sind. Bei AquaRichtig tut man auch nicht garade viel dazu, Dritte durch eine saubere Argumentation von den dortigen Anischten zu überzeugen. Wenn man zumindest den Gedankengang nachvollziehen könnte, wie man zu der jeweiligen Ansicht gelangt ist, wäre das schon ein großer Fortschritt.

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