Anmerkungen zu AquaRichtig und meinen „Falschbehauptungen“

Gerade bei der minutiösen Genauigkeit und Sorgfalt, die man bei AquaRichtig bei der Wiedergabe der Äußerungen Dritter an den Tag legt, ist der Vorwurf von „Falschbehauptungen“ starker Tobak. Denn für AquaRichtig sind Zitate und Belegstellen nicht etwa Bringschuld des Behauptenden, sondern offenbar nur unnötiger Zierrat, auf den man gern verzichtet. Und wehe dem, der an den Aussagen zu zweifeln wagt.
Falsch ist eine Behauptung bei AquaRichtig auch allein, wenn man sie dort nur subjektiv für falsch hält. Nicht weil sie tatsächlich falsch ist.

Anmerkungen zu AquaRichtig und meinem „Blödsinn über die angeblich so schädlichen Säuren des stark sauren Kationen-Austauscher“

Heute kommt man bei AquaRichtig mit der nächsten Episode der Furmanek-Sage um die Ecke. Jetzt behaupte ich angeblich irgendeinen Blödsinn über die angeblich so schädlichen Säuren des stark sauren Kationen-Austauscher. Wie üblich gibt es einen tatsächlichen Anknüpfungspunkt, eine oder mehrere Aussagen von mir, auf die man bei AquaRichtig damit Bezug nimmt. Die Quintessenz dieser Aussagen hat aber nichts mit Säuren zu tun, welche ich angeblich für schädlich halte. Würde man bei AquaRichtig klar ausdrücken, auf welche meiner Aussage(n) man sich konkret bezieht, könnte ich auch ebenso konkret auf diese Anwürfe eingehen. Da man sich bei AquaRichtig aber offenbar zu schade dafür ist, bleibt mir das verwehrt und ich kann darüber nur nach bestem Wissen und Gewissen mutmaßen. Wenn jemand aber Mineralsäuren zur Wasseraufbereitung für schädlich hält, dann ist das AquaRichtig.

AquaRichtigs Unsinn über…
Löslichkeit und Giftigkeit von Ammoniak

AquaRichtig meint, dass die Giftigkeit des Ammoniaks für unsere Fische (auch Mikroorganismen und Pflanzen) damit zusammen hängt, dass Ammoniak besonders gut in Wasser gelöst wird. Besonders bei Zimmertemperatur, wie diese in etwa in unseren Aquarien gegeben ist, sei die Löslichkeit des Ammoniak immens hoch, weil sich eine zigfache Menge an Ammoniakgas zu der Literzahl des Wassers daraus entwickeln könne. [].

Die Giftigkeit einer Substanz wird unter anderem an ihrer toxikologisch wirksamen Dosis oder Konzentration gemessen. Dabei ist die Giftigkeit einer Substanz umgekehrt proportional zu ihrer toxikologisch wirksamen Dosis oder Konzentration. Eine Substanz ist also um so giftiger, je niedriger die erforderliche Dosis oder Konzentration ist, mit der ihre Gitftwirkung einhergeht.

Anmerkungen zu AquaRichtigs Auslasssungen über Rechtschreibfehler

Ich habe nie behauptet, keine Rechtschreibfehler zu machen. Im Gegensatz zum Bild, was man bei AquaRichtig von mir hat und verbreitet, habe ich nicht den Anspruch, fehlerfrei zu sein. Ich wäre es vielleicht gern, bemühe mich aber in jedem Falle so wenige Fehler wie möglich zu machen. Leider gelingt mir das nicht immer so, wie ich es gern hätte.

Zumal es sich bei meinen Rechtschreibfehlern in aller Regel um bloße Tippfehler handelt, die aus der Textproduktion mittels Tatstatur [sic!] herrühren und nicht aus der Unkenntnis der richtigen Schreibweise.

AquaRichtigs Unsinn über…
die von mir erfundenen Spaltöffnungen von rein submersen Pflanzen

In diesem Beitrag fabuliert abermals über die angeblich von mir erfundenen Spaltöffnungen von rein submersen Pflanzen. Würde man sich die 316 Ausdruckseiten des von mir Verzapften Mülls genauer ansehen, träfe man zwangsläufig beispielsweise auch auf den Artikel AquaRichtigs gesammelter Unsinn über … Spaltöffnungen bei Wasserpflanzen.

Ich behaupte genauso wenig, dass submerse Wasserpflanzen Spaltöffnungen besitzen, wie ich behaupte, dass Zeolith Anionen aufnimmt. Wie viele andere mir angedichtete Aussagen, Eigenschaften und Verhaltensweisen handelt es sich dabei um Hirngespinste von AquaRichtig. Zwischen der gegenständlichen Behauptung von AquaRichtig, Wasserpflanzen (das heißt also im mindesten einschließlich der Schwimmpflanzen und Schwimmblattpflanzen) besäßen keine Spaltöffnungen und der mir angedichteten Behauptung, submerse Wasserpflanzen (also Tauchblattpflanzen) besitzen Spaltöffnungen, besteht ein klitzekleiner Unterschied. Welcher sich in den Eigenschaften des Gegenstands manifestiert, über den die Aussage gemacht wird. Argumentative Taschenspielertricks, nichts neues also bei AquaRichtig.

AquaRichtigs Unsinn über…
Pflanzen in deutschen Binnengewässern und tropische Aquarien-Pflanzen

Laut AquaRichtig sind Pflanzen in deutschen Binnengewässern […] etwas anderes als unsere tropischen Aquarien-Pflanzen, zumindest von den Bedürfnissen her[]. Offenbar sind die nicht näher ausgeführten Unterschiede derart groß, dass sich tropische Wasserpflanzen deshalb nicht nach den gleichen Kritereien, beispielweise nach Wuchsformen (Schwimmpflanzen, Schwimmblattpflanzen, Tauchblattpflanzen) oder anhand ihrer ökologischen Anpassungsbreite (Hydrophyten, Amphiphyten) kategorisieren lassen, wie heimische Wasserpflanzen.

Deswegen zieht man bei AquaRichtig wohl auch den „Bestimmungsschlüssel für die aquatischen Makrophyten in Deutschland“ heran, um zu belegen, dass tropische Aquarienpflanzen wie Vallisnieren echte Makrophyten[] und keine Amphiphyten sind. Dumm nur, dass Amphiphyten auch Makrophyten sind. Dass Vallisnerien Makrophyten sind kann man übrigens mit bloßem Auge erkennen, sogar ohne Brille (pun intended).

Die Beiträge von AquaRichtig sind sagenhaft…

…und zwar im eigentlichen Wortsinn. Wie bei einer Sage gibt es einen wahren Tatsachenkern, ein echtes historisches Ereignis, historische Personen, eine tatsächlich getätigte Äußerung, einen wahren Standpunkt. Die Darstellung ebendieser durch AquaRichtig hat durch Vermengung, Verzerrung, Hinzudichtung und Auslassung aber letztlich mit den tatsächlichen Gegebenheiten nicht mehr viel gemein. Tatsachen und angegriffene Standpunkte werden so verzerrt, dass sie ins krude aquarichtigsche Weltbild passen. Der Leser gewinnt aber den Eindruck, es handele sich um die Schilderung wahrer Tatsachen und Ereignisse.

AquaRichtigs gesammelter Unsinn über…
freie und gebundene Kohlensäure

Laut AquaRichtig ist […] CO2 […] bei pH Werten über 7,0 […] an die Karbonate, als sogenanntes Gleichgewichts CO2 gebunden und für Pflanzen nicht verwertbar. Ebenso erfolgt angeblich beim chemischen Vorgang der CO2 Entziehung aus den Karbonaten eine weitere chemische Reaktion, nämlich, dass Calciumcarbonat (CaCO3) ausgefällt wird.

Offenbar vermengt man hier bei AquaRichtig die Begriffe Gleichgewichtskohlensäure und gebundene Kohlensäure sowie Carbonate und Hydrogencarbonate. Im Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht (KKG) sind die folgenden Anteile der Kohlensäure bekannt:

  • freie Kohlensäure: gelöstes Kohlendioxid CO2 und die daran geknüpfte Kohlensäure H2CO3
  • gebundende Kohlensäure: im Wasser gelöste Hydrogencarbonat- (HCO3) und Carbonat- (CO32-) Ionen.

AquaRichtigs gesammelter Unsinn über …
Teilentsalzung mit stark sauren Kationentauscherharzen

Auch zur Wasseraufbereitung durch Teilentsalzung hat man bei AquaRichtig ganz spezielle Ansichten:

„Es ist ein Trugschluss, dass die schwach saure Variante besser und idealer [sic!] zur Entfernung der Karbonathärte sein soll, wie es oft im Internet dar gestellt[sic!] wird. Der schwach saure Kationen-Austauscher nimmt lediglich Calcium-Hydrogencarbonat und Magnesium-Hydrogencarbonat, welches an die Kohlensäure gebunden ist auf. Calcium und Magnesium-Sulfate und Chloride, usw., verbleiben im Wasser, was bedeutet, dass diese und somit nicht alle Kationen entfernt werden.[…]“.

AquaRichtigs gesammelter Unsinn über… Aquarienfische und chemische Wasserparameter

Im Beitrag Trink-Wasser, Leitungs-Wasser eine Gefahr für das Aquarium und die Fische setzt sich AquaRichtig unter anderem mit den Grenzwerten chemischer Wasserparameter zur Haltung von Aquarienfischen auseinander und vertritt dabei die Ansicht, dass:

Unsere exotischen Zierfische und auch Wasserpflanzen […] ein Wasser wie dieses auch in den natürlichen Biotopen gegeben ist [brauchen,] um artgerecht gepflegt und gehalten zu werden.

Grundsätzlich handelt es sich also um eine ökologische Fragestellung. Formuliert man AquaRichtigs These entsprechend, so ist man der Ansicht, dass

  1. die physiologische Reaktionsbreite einer Art annähernd identisch mit ihrer ökologischen Existenz ist.