AquaRichtig
Die Ultras der Aquaristik

Bei AquaRichtig ist man der Ansicht, man würde in Anbetracht der geäußerten Kritik lediglich mit gleichen Mitteln zurückschlagen. Das würde aber de facto bedeuten, mit stichhaltigen Argumenten und Belegen aufzuwarten, welche die eigenen Behauptungen untermauern. Genau das tut man bei AquaRichtig aber nicht (die Betonung liegt auf „stichhaltig“!). Man verhält sich vielmehr, wie Fußball-Hooligans und sogenannte Ultras es tun. Es geht letztlich nicht mehr um das Spiel auf dem Rasen, also den der Wahrheit gezollten Diskurs um eine im Kern naturwisschenschaftliche Frage, sondern darum, in Rage möglichst großen Schaden anzurichten. Ein Verhalten, das lediglich zur weiteren Eskalation führt, aber nicht zum Erfolg auf dem Rasen. Am Ende wird der Trainer der gegnerischen Manschaft beleidigt und bedroht, der Schiedrichter verprügelt und die Fans der gegnerischen Mannschaft krankenhausreif geschlagen. Dabei sieht man sich ob des verlorenen Spiels noch als Opfer. Derartige nassforsche Typen sollten ihre überschüssige Energie besser produktiv, beispielsweise im Straßenbau, abarbeiten und so noch der Allgemeinheit Nutzen bringen. Ansonsten: „A date which will live in infamy“.

AquaRichtigs Unsinn über…
„Forengeschmiere“ meiner „Marionetten“

Bekanntermaßen hat man bei AquaRichtig die fixe Idee, dass jeder, der sich kritisch zu AquaRichtig äußert, mit mir unter einer Decke stecke. Deswegen will man wohl jegliche kritischen Beiträge, so wie diese, zu AquaRichtig aus dem Internet tilgen. Nichtgenehme Beiträge würden die Betreiber der Foren ganz schnell zu löschen haben.

Ich kann nur jeden Forenbetreiber auffordern, eventuelle Löschforderungen von AquaRichtig kritisch zu prüfen und begründen zu lassen. Denn bei AquaRichtig ist man offenbar der Auffassung, dass kritische Äußerungen über AquaRichtig per se rechtswidrig sind. Begründen, wieso dies der Fall sein soll und wogegen die monierten Äußerungen verstoßen, muss man bei AquaRichtig aber wohl nicht.

Stasi-Methoden bei AquaRichtig

Bei AquaRichtig ist man sich offenbar nicht mal zu schade, auf Stasimethoden zurückzugreifen, mir nachzuspionieren und nachspionieren zu lassen:

„Führen wir auch noch eine andere Nachricht von einem User an: Dieser wollte die 80 Aquarien des Furmanek gerne sehen. Derjenige, auch aus Duisburg, versuchte telefonisch tagelang einen Termin aus zu machen. Vergeblich, Furmanek ging zu keiner Zeit an das Telefon. Er fuhr darum abends vorbei. Es brannte Licht, doch Furmanek öffnete nicht. Ein anschließender Anruf wurde wieder nicht abgenommen.

AquaRichtigs Unsinn über…
Kiemenverschleimung durch hartes Wasser

Im neuesten kataphasischen Erguss fabuliert man bei AquaRichtig von Kiemenverschleimung durch hartes Wasser. In hartem und damit meist alkalischem Wasser soll es bei Weichwasserfischen (oder auch bei Fischen generell?) aufgrund der insgesamt günstigeren Lebensbedingungen für Keime zu einem hohen Keimdruck kommen. Das ist insoweit auch durchaus grundsätzlich richtig. Dieser soll zu einer Verschleimung der Kiemen führen, was unter anderem den Gasaustausch über sie erheblich behindert. Was ich – so wie es von AquaRichtig dargestellt wird – für absurd halte.

AquaRichtigs Unsinn über…
Schäden in hartem Wasser durch Salzstress wegen der Salze durch Bakterien (oder so ähnlich)

Erst behauptet AquaRichtig, tropische Fische würden durch hartes Wasser Schäden erleiden. Diese entstünden durch Salzstress, den die im Wasser gelösten Salze verursachten. Diese Behauptung sucht man anschließend zu verteidigen, in dem man auf die günstigeren Wachstumsbedingungen für Baktreien in ionenreicherem Wasser mit zirkumneutralem pH-Wert abstellt.

Hartes Wasser ist also unmittelbar schädlich für die Fische, weil der höhere Salzgehalt zu Salzstress führt. Aber eigentlich ist hartes Wasser nur mittelbar schädlich für die Fische, weil es günstige Wachstumsbedingungen für Bakterien bietet, einschließlich potenzieller und obligatorischer Pathogene.

AquaRichtigs Unsinn über…
Wasserhärte, Larvenentwicklung und Schlupfrate

Bei AquaRichtig hat man auch interessante Ansichten zur Auswirkung der Wasserhärte (oder des „osmotischen Druck des Wassers“) auf Larvenentwicklung und Schlupfrate:

„Durch das harte Wasser können die Larven nicht schlüpfen. Die Calcium und Magnesium Ionen verhärten die Eihülle“

Dies ist ein erneutes Beispiel, wo man bei AquaRichtig einen Sachverhalt verzerrt wiedergibt, indem man ihn unzulässig vereinfacht, verallgemeinert und nur einen Teilaspekt darstellt. In der kürze der Zeit vorerst nur ein kurzes, zusammenfassendes Statement zur Orientierung. Calcium und Magnesium beziehungsweise auch das Verhältnis von Calcium zu Magnesium spielen eine wichtige Rolle bei der Befruchtung sowie der Ei- und Larvenentwicklung bei Knochenfischen. Dies gilt aber nicht für alle Arten gleichermaßen.

AquaRichtigs gesammelter Unsinn über…
Salzstress bei tropischen Süßwasserfischen

Bei AquaRichtig bezeichnet man offenbar jedes Wasser jenseits extremen Weichwassers als Salzlake und behauptet, dass Süßwasserfische aus tropischen Gebieten darin unter Salzstress stünden:

„Ob man Fische aus tropischen Gebieten in Salzlake halten oder gar nachzüchten (was nur in seltensten Fällen überhaupt gelingt) sagt nichts darüber aus ob diese unter ständigem Salzstress stehen oder nicht. Wir behaupten doch und viele Fachautoren sind ganz genau der gleichen Meinung!“

Vollentsalzer Kati und Ani je 2,0 Liter Harz (9000 Härteliter)

AquaRichtigs gesammelter Unsinn über…
Wasserenhärtung durch Natriumhydrogencarbonat

Einerseits ist man bei AquaRichtig offenbar der Ansicht, sogenannte Ersatz-Hydrogencarbonate wie Natriumhydrogencarbonat, hätten keinen Einfluss auf das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, weil sie nicht zum „Kalk-Kohlensäure-Puffer“ beitragen. Anderseits behauptet man, Wasser würde mit Natriumhydrogencarbonat enthärtet werden. Dabei würden nahezu alle Härtebildner aus dem Wasser entfernt werden. Dies führe zu einem akuten Mangel an Calcium und Magnesium.

Letzteres setzt allerdings voraus, dass Ersatz-Hydrogencarbonate wie Natriumhydrogencarbonat einen Einfluss auf das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht haben. Natriumhydrogencarbonat könnte nur dann zur Wasserenthärtung eingesetzt werden, WENN es sich auf das chemische Gleichgewicht des Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichts im Wasser auswirkt.

AquaRichtig über…
Leiden, Schmerzen und Schäden bei Aquarienfischen in zu hartem Wasser

Zu hartes Wasser verursacht laut AquaRichtig Schmerzen, Leiden und Schäden bei Aquarienfischen[1]. Die Behauptung knüpft an den Wortlaut von §2 Satz 2 Tierschutzgesetz an. Insbesondere zielt AquaRichtig dabei auf angeblichen Salzstress durch hartes Wasser ab. Eine Behauptung, die von AquaRichtig zuerst zu konkretisieren und dann zu beweisen ist. Mit der Unterscheidung zwischen einer Behauptung, einem Beweis und einem Argument scheint man aber ebenfalls Schwierigkeiten zu haben. Zumindest hat man aber erkannt, dass dazu im Tierschutzgerecht [sic!] nichts klar geregelt ist.

Die Ausnutzung der Toleranzgrenze sei laut AquaRichtig Humbug, denn für viele Fische, besonders Diskus, Neons, etc. gäbe es diese nicht, zumindest nicht in der Art, wie ich sie darzustellen versuche.

AquaRichtig über
Furmanek, den Wendehals

Bei AquaRichtig hält man es offenbar für eine Tugend, seine Ansichten wider besseres Wissen beizubehalten und diese irrigen Ansichten bis aufs Blut mit allen eristischen Mitteln zu verteidigen. Was von einem hochgradig ehrbaren und aufrichtigen Charakter zeugt.

Man stelle sich vor, man würde der Wissenschaft vorwerfen, heute vielfach andere Dinge zu behaupten, also noch vor 100 Jahren. Wer so denkt, hat weder das wissenschaftliche Prinzip noch den Zweck von Wissenschaft überhaupt verstanden.