Fixe Ideen bei AquaRichtig
Heute: Furmanek unterstellt, dass AquaRichtig nur Vollentsalzer oder Teilentsalzer verkaufen will, obwohl es auch billiger geht

Bei AquaRichtig ist man der Ansicht, dass ich gegen Wasseraufbereitung von Aquarienwasser mit Vollentsalzern oder Teilentsalzern bin, weil es auch billiger geht. Eine derartige Stoßrichtig meiner Argumentation ist mir unbekannt. Folgerichtig kann man sie mangels solcher Äußerungen meinerseits bei AquaRichtig auch nicht dokumentieren. Entscheidend ist für nicht in erster Linie, dass es billiger geht, sondern, dass es einfacher geht. Am einfachsten überhaupt ist es nämlich, gänzlich auf eine – wie auch immer geartete – chemische Wasseraufbereitung von Aquarienwasser zu verzichten. Weil sie oft gar nicht erforderlich ist.

AquaRichtig und…
der Unterschied zwischen der Entkarbonisierung mit Mineralsäuren und stark saurem Kationenaustauscher

Bei AquaRichtig meint man, dass ich den Unterschied zwischen aufbereitetem Wasser aus stark saurem Kationenaustauscher und Salzsäure immer noch nicht kapiert hätte. Dabei kapiert man bei AquaRichtig aber offenbar nicht, dass

  1. ich mich auf Mineralsäuren allgemein beziehe und nicht nur auf Salzsäure allein und speziell.
  2. die Besonderheiten von Salzsäure bei den anderen Mineralsäuren nicht zutreffen und damit hier auch nicht als Gegenargument verfangen.
  3. nicht die Unterschiede der Kern meiner Argumentation sind, sondern die entscheidenden Gemeinsamkeiten.
  4. es sich nämlich in allen Fällen um Mineralsäuren handelt.
  5. somit in allen Fällen grundsätzlich Verätzungsgefahr für die Aquarienfische besteht (triefende Schleimhäure bei Diskusfischen).

AquaRichtig und…
ein eingebildetes Dilemma bei der Wasseraufbereitung

Bei AquaRichtig ist man im Beitrag Diskus Aquarium und Silikat-Kieselsäure im Leitungswasser der Auffassung, dass sich mit einem Vollentsalzer mit stark basischem Anionentauscherharz kein saures, vollentsalztes Wasser aufbereiten ließe:

„Mit [einem Vollentsalzer mit schwach basischen Anionentauscher] ist jeder gewünschte pH einstellbar, mit Mischbett (stark sauer, stark basisch) ein pH von ca. 7,0 nach Aufhärtung.“

Zur Kritik der aquarichtigen Ausführungen ist auch hier erforderlich, die Formulierungen sinnstiftend zu interpretieren, um sich überhaupt inhaltlich mit ihnen auseinandersetzen zu können.

AquaRichtigs Unsinn über…
Wasserenthärtung mit Mineralsäuren

AquaRichtig fabuliert weiter. Aus dem Gesamtzusammenhang entnehme ich, dass man bei AquaRichtig auf die Thematik Entcarbonisierung – oder pragmatisch betrachtet die Senkung von Karbonathärte und pH-Wert – mit Mineralsäuren hinaus will und an meine bisherigen Beiträge dazu anknüpft. Damit verfehlt der gesamte Beitrag das Thema und sein Ziel. Nichts neues also bei AquaRichtig.

Anmerkungen zu AquaRichtig und meinem „Blödsinn über die angeblich so schädlichen Säuren des stark sauren Kationen-Austauscher“

Heute kommt man bei AquaRichtig mit der nächsten Episode der Furmanek-Sage um die Ecke. Jetzt behaupte ich angeblich irgendeinen Blödsinn über die angeblich so schädlichen Säuren des stark sauren Kationen-Austauscher. Wie üblich gibt es einen tatsächlichen Anknüpfungspunkt, eine oder mehrere Aussagen von mir, auf die man bei AquaRichtig damit Bezug nimmt. Die Quintessenz dieser Aussagen hat aber nichts mit Säuren zu tun, welche ich angeblich für schädlich halte. Würde man bei AquaRichtig klar ausdrücken, auf welche meiner Aussage(n) man sich konkret bezieht, könnte ich auch ebenso konkret auf diese Anwürfe eingehen. Da man sich bei AquaRichtig aber offenbar zu schade dafür ist, bleibt mir das verwehrt und ich kann darüber nur nach bestem Wissen und Gewissen mutmaßen. Wenn jemand aber Mineralsäuren zur Wasseraufbereitung für schädlich hält, dann ist das AquaRichtig.

AquaRichtigs gesammelter Unsinn über …
Teilentsalzung mit stark sauren Kationentauscherharzen

Auch zur Wasseraufbereitung durch Teilentsalzung hat man bei AquaRichtig ganz spezielle Ansichten:

„Es ist ein Trugschluss, dass die schwach saure Variante besser und idealer [sic!] zur Entfernung der Karbonathärte sein soll, wie es oft im Internet dar gestellt[sic!] wird. Der schwach saure Kationen-Austauscher nimmt lediglich Calcium-Hydrogencarbonat und Magnesium-Hydrogencarbonat, welches an die Kohlensäure gebunden ist auf. Calcium und Magnesium-Sulfate und Chloride, usw., verbleiben im Wasser, was bedeutet, dass diese und somit nicht alle Kationen entfernt werden.[…]“.

AquaRichtigs Unsinn über …
Zwitterionen, Doppelionen und Aminosäuren

Bei AquaRichtig ist man der Auffassung, man würde dort mit Sicherheit besser wissen, was Zwitterionen sind, als ich.
Ich habe da aber aufgrund der aquarichtigschen Ausführungen den gegenteiligen Eindruck gewonnen. Man findet es nämlich süß, dass Zeolith nun auch Amminosäuren aufnehmen soll. Offenbar leugnet man diese Tatsache jetzt auch noch. Die von mir gemeinten Zwitterionen bestehen laut AquaRichtig grob gesagt aus Ammoniak und Kohlenstoff Verbindungen. Deswegen nennt man diese exemplarisch genannten Verbindungen auch primäre Amine. Dabei handelt es sich in den gegenständlichen Fällen aufgrund zweier kationischer funktioneller Gruppen aber um „Doppelionen“ (zweiwertige organische Kationen), nicht um Zwitterionen. Darauf muss ich der Genauigkeit und Vollständigkeit halber hinweisen. Der entscheidende Punkt, nämlich die Fähigkeit damit behandelten natürlichen Zeoliths, Anionen zu tauschen beziehungsweise aufzunehmen, bleibt aber davon unangetastet.

AquaRichtigs gesammelter Unsinn über …
Wasserenthärtung durch Natriumhydrogencarbonat

Einerseits ist man bei AquaRichtig offenbar der Ansicht, sogenannte Ersatz-Hydrogencarbonate wie Natriumhydrogencarbonat, hätten keinen Einfluss auf das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, weil sie nicht zum „Kalk-Kohlensäure-Puffer“ beitragen. Anderseits behauptet man, Wasser würde mit Natriumhydrogencarbonat enthärtet werden. Dabei würden nahezu alle Härtebildner aus dem Wasser entfernt werden. Dies führe zu einem akuten Mangel an Calcium und Magnesium.

Letzteres setzt allerdings voraus, dass Ersatz-Hydrogencarbonate wie Natriumhydrogencarbonat einen Einfluss auf das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht haben. Natriumhydrogencarbonat könnte nur dann zur Wasserenthärtung eingesetzt werden, WENN es sich auf das chemische Gleichgewicht des Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichts im Wasser auswirkt.

AquaRichtigs Unsinn über …
Ersatzhydrogencarbonate

Ein weiteres Argument von AquaRichtig gegen den Einsatz von Natriumhydrogencarbonat zur Wasseraufbereitung im Süßwasseraquarium ist, dass Natriumhydrogencarbonat nur ein „Ersatz-Hydrogencarbonat“ sei:

„Wasserwerte bleiben stabil wenn Calcium und Magnesiumhydrogencarbonate vor liegen und ausreichend CO2 im Wasser ist. Wasser mit Ersatz-Hydrogencarbonaten ist eine Gefahr.“

„Aufhärte-Salze müssen zwingend aus Calcium, Magnesium und Kalium bestehen und nicht aus Ersatz-Hydrogencarbonaten.“

„Leider sind bei Aufhärte-Salzen selten Inhalts-Angaben zu finden, sondern es wird pauschal Hydrogencarbonat deklariert. Die handelsüblichen KH-Test messen nur Hydrogencarbonat, egal ob echtes Hydrogencarbonat aus Calcium und Magnesium, oder Natrium und Kalium.“

[Natriumhydrogenkarbonat zum aufhärten der Karbonathärte oder doch nicht?]

AquaRichtigs gesammelter Unsinn über…
den pH-Wert

Auch zum pH-Wert hat man bei AquaRichtig interessante Ansichten. So scheint es bereits Schwierigkeiten beim grundsätzlichen Verständnis der Zusammenhänge bei diesem Wasserparameter zu geben:

„Ideal […] ist ein pH Wert von 6,2 bei […] einem guten Verhältnis von H+ und OH- Ionen“.

[AquaRichtig: Biogene Entkalkung durch CO2 Mangel im Aquarium]

Die Formulierung ergibt nur dann Sinn, wenn man annimmt, dass der pH-Wert und das Verhältnis von H+ und OH Ionen unabhängige chemische Parameter sind. Sie hängen allerdings untrennbar zusammen.