AquaRichtigs Unsinn über…
Zwitterionen, Doppelionen und Aminosäuren

Bei AquaRichtig ist man der Auffassung, man würde dort mit Sicherheit besser wissen, was Zwitterionen sind, als ich.
Ich habe da aber aufgrund der aquarichtigschen Ausführungen den gegenteiligen Eindruck gewonnen. Man findet es nämlich süß, dass Zeolith nun auch Amminosäuren aufnehmen soll. Offenbar leugnet man diese Tatsache jetzt auch noch. Die von mir gemeinten Zwitterionen bestehen laut AquaRichtig grob gesagt aus Ammoniak und Kohlenstoff Verbindungen. Deswegen nennt man diese exemplarisch genannten Verbindungen auch primäre Amine. Dabei handelt es sich in den gegenständlichen Fällen aufgrund zweier kationischer funktioneller Gruppen aber um „Doppelionen“ (zweiwertige organische Kationen), nicht um Zwitterionen. Darauf muss ich der Genauigkeit und Vollständigkeit halber hinweisen. Der entscheidende Punkt, nämlich die Fähigkeit damit behandelten natürlichen Zeoliths, Anionen zu tauschen beziehungsweise aufzunehmen, bleibt aber davon unangetastet.

AquaRichtigs gesammelter Unsinn über…
Wasserenhärtung durch Natriumhydrogencarbonat

Einerseits ist man bei AquaRichtig offenbar der Ansicht, sogenannte Ersatz-Hydrogencarbonate wie Natriumhydrogencarbonat, hätten keinen Einfluss auf das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, weil sie nicht zum „Kalk-Kohlensäure-Puffer“ beitragen. Anderseits behauptet man, Wasser würde mit Natriumhydrogencarbonat enthärtet werden. Dabei würden nahezu alle Härtebildner aus dem Wasser entfernt werden. Dies führe zu einem akuten Mangel an Calcium und Magnesium.

Letzteres setzt allerdings voraus, dass Ersatz-Hydrogencarbonate wie Natriumhydrogencarbonat einen Einfluss auf das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht haben. Natriumhydrogencarbonat könnte nur dann zur Wasserenthärtung eingesetzt werden, WENN es sich auf das chemische Gleichgewicht des Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichts im Wasser auswirkt.

AquaRichtigs Unsinn über…
Ersatzhydrogencarbonate

Ein weiteres Argument von AquaRichtig gegen den Einsatz von Natriumhydrogencarbonat zur Wasseraufbereitung im Süßwasseraquarium ist, dass Natriumhydrogencarbonat nur ein „Ersatz-Hydrogencarbonat“ sei:

„Wasserwerte bleiben stabil wenn Calcium und Magnesiumhydrogencarbonate vor liegen und ausreichend CO2 im Wasser ist. Wasser mit Ersatz-Hydrogencarbonaten ist eine Gefahr.“

„Aufhärte-Salze müssen zwingend aus Calcium, Magnesium und Kalium bestehen und nicht aus Ersatz-Hydrogencarbonaten.“

„Leider sind bei Aufhärte-Salzen selten Inhalts-Angaben zu finden, sondern es wird pauschal Hydrogencarbonat deklariert. Die handelsüblichen KH-Test messen nur Hydrogencarbonat, egal ob echtes Hydrogencarbonat aus Calcium und Magnesium, oder Natrium und Kalium.“

[Natriumhydrogenkarbonat zum aufhärten der Karbonathärte oder doch nicht?]

AquaRichtigs gesammelter Unsinn über…
mechanische Filterung

AquaRichtig spricht im Zusammenhang mit dem Filtermedium Zeolith regelmäßig von mechanischer Filterung. So bezeichnet man Zeolith Klinoptilolith [als] das beste vollbiologische und mechanische Filtermaterial für das Aquarium[1]. Inhaltlich bezieht man sich dabei aber offenkundig auf den Prozess des Ionentausches:

„Zeolith wirkt […] Ionen austauschend, indem es Kationen aufnimmt und andere […] Kationen an das Wasser abgibt„

[Zeolith, Molekularsieb, biologisch/mechanisch filtern]

AquaRichtig gesammelter Unsinn über… Umkehrosmose und andere Membranfiltrationsverfahren

Bei AquaRichtig gibt es anscheinend keinen Artikel, in dem nicht mindestens ein gravierender Fehler enthalten ist. Dabei ist gar nicht mal sorgfältigste wissenschaftliche Recherche[] – welche man bei AquaRichtig angeblich für die eigenen Artikel betreibt – notwendig, damit das nicht passiert. Eine simple Recherche mit Querlesen in einschlägiger Literatur würde schon helfen, zumindest die gröbsten Schnitzer zu vermeiden. Vorausgesetzt, der Inhalt wird auch verstanden.

Diesmal geht es um die Umkehrosmose und verwandte Membranfiltrationsverfahren. Dazu ist bei AquaRichtig Folgendes zu lesen:

„Keime werden durch die Osmosemembrane nicht abgewehrt da die Membrane einen Schlupf von bis 5% hat. Lediglich Holzfasermembranen [sic!] sollen einen sicheren Schutz vor Verkeimung bieten. Diese werden aber nicht in den herkömmlichen Osmoseanlagen eingesetzt“.