AquaRichtig über…
Gesundheitsgefahren durch Nitrat im deutschen Trinkwasser

Bei AquaRichtig behauptet man, dass Tausende […] mit Brunnenwasser versorgt [werden] und da gibt es Werte von 80 mg/l oder mehr. Für Millionen andere, die ihr Trinkwasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz erhalten – und nicht etwa wie offenbar im beschriebenen Fall aus einer Klein- oder Eigenwasserversorgungsanlage –, trifft das aber nicht zu. In Deutschland werden < 1 Millionen Menschen von Klein- und Eigenwasserversorgungsanlagen mit Trinkwasser versorgt. Das ist also grob etwa 1% der Bevölkerung. Selbst von diesen dürfte nur ein Bruchteil Trinkwasser mit einem Nitratgehalt > 50 mg/l erhalten. Sogar dann, wenn der Gehalt im Rohwasser höher ist.

AquaRichtig und…
die unzähligen evidenzbasierten Publikationen über die Schädlichkeit der Leitfähigkeit von (Trink)wasser für Fisch und Mensch

Bei AquaRichtig pocht man darauf, dass die elektrische Leitfähigkeit nach wie vor ein Indikator für die Reinheit eines Wassers sei.

Das stimmt zwar prinzipiell. Nicht aber in der Art und Weise, wie man es bei AquaRichtig meint. Die Betonung liegt auch auf ein Indikator. Die elektrische Leitfähigkeit ist aber als einzig und alleiniger Parameter für die Beurteilung der Reinheit oder Qualität eines Wassers unzureichend.

Sinngemäß ist man bei AquaRichtig offenbar der Ansicht, dass jeder Wasserinhaltsstoff eine Verunreinigung oder Belastung darstellt. Überspitzt ausgedrückt, hält man jedes Wasser, das kein Rein- oder Reinstwasser wie destilliertes Wasser ist, für verunreinigt oder belastet und damit für Fisch und Mensch ungesund.

AquaRichtigs Unsinn über …
Grundwasser und Trinkwasser

Bei AquaRichtig hat man offenbar Schwierigkeiten damit, zwischen Grundwasser und Trinkwasser zu unterschieden. Die Behauptung, der Grenzwert für Nitrat und andere Parameter im Trinkwasser sei immer weiter angehoben worden und würde vielerorts dennoch überschritten, soll mit dem Problem der Nitratbelastung des Grundwassers begründet werden. Dass Trinkwasser und Grundwasser zwei verschiedene Sachverhalte sind, scheint dabei nicht weiter von Belang zu sein. Ich sage es ja, Textkompetenz ist keine aquarichtigsche Stärke.

Es mag zwar zutreffen, dass die Nitratbelastung des Grundwassers sich auch indirekt auf die Trinkwasserqualität auswirkt, weil zur Einhaltung des gesetzlichen Grenzwertes ein erhöhter Aufbereitungsaufwand erforderlich ist, wenn derart belastetes Grundwasser zur Trinkwassergewinnung genutzt wird. Damit sind auch höhere Kosten verbunden. Dennoch kann nicht von der Nitrat-Konzentration im Grundwasser darauf geschlossen werden, dass diese im Trinkwasser dann ebenfalls so hoch ist.

AquaRichtigs gesammelter Unsinn über …
Trinkwasser-Grenzwerte

Auch zur historischen Entwicklung der gesetzlichen Grenzwerte für die Trinkwasserqualität in Deutschland gibt es bei AquaRichtig Interessantes zu lesen:

„Zu denken geben sollte, dass die Grenzwerte unseres Trinkwassers immer höher gesetzt werden und mehr als bedenklich sind. Hier das Nitrat mit einem Grenzwert von bis 50 mg/l, der oft schon weit darüber liegt. Oder der Leitwert des Wassers mit bis zu unglaublichen 2790 µS“.

AquaRichtig: [Trink-Wasser, Leitungs-Wasser eine Gefahr für das Aquarium und die Fische]