AquaRichtigs Unsinn über …
Aufhärten der Karbonathärte mit Natriumhydrogencarbonat

Bei AquaRichtig spricht man von einem Aufhärten der Karbonathärte[1] mit Natriumhydrogencarbonat. Wie aus der Definition der Wasserhärte hervorgeht, ist der Prozess des Aufhärtens an den Begriff der Wasserhärte geknüpft. Die Wasserhärte wiederum ist an die Konzentration der Erdalkalien (Calcium, Magnesium etc.) geknüpft. Für ein Aufhärten ist somit ein Anstieg der Wasserhärte und somit der Erdalkalien-Konzentration im Wasser erforderlich. Von einem Aufhärten der Karbonathärte kann also nur dann gesprochen werden, wenn die Konzentration an Erdalkalimetall-Ionen erhöht wird. Dazu sind Salze der Erdalkalimetalle erforderlich. Mit einem Alkalimetallsalz wie Natriumhydrogencarbonat wird im Hinblick auf die Wasserhärte lediglich die Hydrogencarbonat-Konzentration und damit der Anteil der temporären Härte an der Gesamthärte erhöht, wobei die Gesamthärte aber unverändert bleibt. Daher kann nur von einem Anheben oder Erhöhen der Karbonathärte gesprochen werden. Von einem Aufhärten der Karbonathärte mit Natriumhydrogencarbonat zu sprechen, ist hier irreführend, weil die Konzentration an Erdalkalien und damit die Wasserhärte nicht erhöht wird. Mit Kalium- oder Natriumhydrogencarbonat wird daher folglich bestenfalls die Karbonat„härte“ anteilig angehoben, aber das Wasser nicht aufgehärtet.

Gegen Natriumhydrogencarbonat als Härtebildner [sic!] zu argumentieren, zeugt daher davon, dass AquaRichtig bereits ein Grundverständnis des Wasserhärtebegriffs abgeht.

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