AquaRichtig
mangelnde Lese-, Formulierungs- oder Sachkompetenz?

Ich will AquaRichtig keineswegs Böswilligkeit oder schlechte Absichten unterstellen. Ich gehe vielmehr davon aus, dass die Ursache der zahlreichen Falschdarstellungen entweder darin liegt, dass die Sachverhalte falsch verstanden werden oder aber man sich bei AquaRichtig nicht angemessen schriftlich ausdrücken kann, um das sachlich richtige eigene Verständnis des Sachverhaltes auch zu vertextlichen. Für mich gibt es daher drei Erklärungsansätze dafür:

  1. Die sachlogisch fehlerhaften Ausführungen sind das Ergebnis mangelnder Lesekompetenz. Durch fehlerhaftes sinnentnehmendes Lesen werden Texinformation falsch interpretiert. Dadurch wird ein fehlerhaftes mentales Modell des beschriebenen Sachverhalts gebildet. Dieses fehlerhafte mentale Modell wird in den Beiträgen wiedergegeben.
  2. Die sachlogisch fehlerhaften Ausführungen sind das Ergebnis mangelnder Sprach- und Formulierungskompetenz. Die gegenständlichen Sachverhalte wurden zwar richtig verstanden. Durch unzureichende Sprach- und Formulierungskompetenz (die sich unter anderem auch in systematischen Rechtschreib- und Grammatikfehlern manifestiert) und allgemein mängelbehaftetes schrifliches Ausdrucksvermögen, kann man diese Sachverständnis aber in Schriftform nicht angemessen und sachlogisch korrekt wiedergeben.
  3. Die sachlogisch fehlerhaften Ausführungen sind das Ergebnis mangelhaften sachlogischen Verständnisses. Die thematisierten Sachverhalte werden also nicht hinreichend geistig durchdrugen, sodass sich ein fehlerhaftes mentales Modell von ihnen bildet. Dieses fehlerhafte mentale Modell wird in den Beiträgen wiedergegeben. Dies zeigt sich beispielsweise in unzureichender thematischer Abgrenzung und der Vermengung mit anderen Sachverhalten.

Nachtrag vom 22.07.2019

Bei AquaRichtig ist man also der Ansicht, dass sich auffällig viele Rechtschreib-Tipp-Fehler in meinen Beiträgen befänden. Es mag wohl sein, dass mir derartige Fehler im Einzelfall trotz Korrekturlesen entgehen. Auffällig viele ist zudem ein dehnbarer Begriff. Belege gibt es wie gewohnt nicht, stattdessen das übliche Geraune. Rechtschreib-Tipp-Fehler und Flüchtigkeitsfehler fallen aber nicht unter die von mir angekreideten systematischen Grammatik- und Rechtschreibfehler. Deppenleerzeichen, fehlende Bindestriche als Ergänzungsstrich bei Aufzählungen und fehlende Kommata gehören allerdings dazu. Im Gegensatz zu AquaRichtig kann ich meine Behauptungen untermauern und wähle dazu einen Satz aus einer aquarichtigschen Replik:

„Wie bekloppt oder krank muss man eigentlich sein[,] um das ganze wunderschöne Sommer[]Wochenende damit zu verbringen[,] andere aus[]zu[]spionieren[,] in der Hoffnung ihnen etwas nach[]zu[]weisen, was seine abstrusen Behauptungen beweisen könnte?“

AquaRichtig schafft es also, in einem einzigen Satz mindestens drei gebotene Kommata auszulassen. Die fehlerhaften Leerzeichen in Komposita sind dann wohl dazu da, diese fehlenden Satzzeichen auszugleichen.

Ich stelle außerdem nicht ausschließlich auf die sprachlichen Defizite der aquarichtigschen Beiträge ab, sondern sehe und kritisiere sie als einen Baustein der Gesamtproblematik, gerade weil er auch in die inhaltliche Qualität hineinwirkt.

Wie es aussieht, kommt es bei AquaRichtig zudem entscheidend darauf an, dass ein Sachverhalt nachvollziehbar dargestellt wird. Sachlich richtig muss die Darstellung dann aber wohl nicht mehr sein. Ich stelle mir zudem die Frage, wie eine Darstellung nachvollziehbar sein kann, die weitgehend auf Stringenz und Folgerichtigkeit verzichtet. Das manifestiert sich unter anderem im weitgehenden Fehlen von logischen Konnektoren.

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