Anmerkungen zu AquaRichtigs Auslasssungen über Rechtschreibfehler

Ich habe nie behauptet, keine Rechtschreibfehler zu machen. Im Gegensatz zum Bild, was man bei AquaRichtig von mir hat und verbreitet, habe ich nicht den Anspruch, fehlerfrei zu sein. Ich wäre es vielleicht gern, bemühe mich aber in jedem Falle so wenige Fehler wie möglich zu machen. Leider gelingt mir das nicht immer so, wie ich es gern hätte.

Zumal es sich bei meinen Rechtschreibfehlern in aller Regel um bloße Tippfehler handelt, die aus der Textproduktion mittels Tatstatur [sic!] herrühren und nicht aus der Unkenntnis der richtigen Schreibweise.

Der Unterschied zwischen mir und AquaRichtig besteht darin, dass ich Tipp- und echte Rechtschreibfehler in der Regel spätestens nach mehrmaligem Lesen erkenne und korrigiere. Bei AquaRichtig hapert es dagegen aber offenbar bereits an der Voraussetzung, Rechtschreibfehler als solche zu erkennen. In aller Regel handelt es sich bei den Rechtschreibfehlern von AquaRichtig um echte Rechtschreibfehler, die aufgrund Unkenntnis der richtigen Schreibweise auftreten – die man womöglich ach für die richtige Schreibweise hält. Sie treten systematisch und gehäuft beispielsweise in der Form des Agovis, also unzulässigen Leerzeichen in zusammengesetzen Wörtern (Komposita) auf, besonders beliebt bei infinitiven Verben („auf zu geben“ statt „aufzugeben“) aber auch Substantiven („Mineral Säuren“ statt „Mineralsäuren“). Alternativ setzt man bei mitunter zumindest unnötige Bindestriche ein („Natrium-Chlorid“ statt „Natriumchlorid“).

Besonders grausam finde ich auch die aquarichtigsche Vergewaltigung des Genitiv bei Objekt-Subjekt Konstellationen („der XYZ dessen“ statt „dessen XYZ“ usw.). Wobei es sich hier um einen Grammatik- und nicht um einen Rechtschreibfehler handelt.

Ich registriere die aquarichtigschen Anwürfe als Anreiz, besser auf Tippfehler zu achten. Der Punkt ist auch, dass meine Rüge der aquarichtigschen Rechtschreibung nicht mehr ist, als eine Randnotiz neben der inhaltlichen und formalen Kritik (citation needed…). Sie trägt aber zum negativen Gesamteindruck der Texte bei und rundet ihn ab. Zusammengefasst wirken sie sich durch die Unterbrechung des Leseflusses auf die Textverständlichkeit aus. Was die meist wirren Texte meist noch schwerer verständlich macht.

Solange Tippfehler die einzigen echten Mängel bleiben, die AquaRichtig in meinen Ausführungen findet, bin ich ganz gelassen. Für mehr hat es bisher neben polemischem Gekeife und persönlichen Angriffen ja nicht gereicht. Bei AquaRichtig erachtet man Fehler jeglicher Form aber offenbar als erstrebenswerte Tugend, nicht als abzustellenden Makel.

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