Wird durch CO2-Düngung die Karbonathärte erhöht?

Im aquaristischen Internet wird immer wieder mal die These geäußert, dass bei CO2-Düngung über die entstehende Kohlensäure die Karbonathärte im Aquariumwasser erhöht würde. Im Artikel Biogene Entkalkung durch CO2 Mangel im Aquarium bei AquaRichtig ist beispielsweise Folgendes zu lesen:

„Kohlenstoffdioxid reagiert in Wasser in einem verschwindend kleinen Anteil von weniger als 1 % zu Kohlensäure (H2CO3)“.

„Wie der Name Kohlensäure schon sagt, ist diese eine Säure die bei CO2 Einleitung in das Aquarium auch für eine Senkung des pH durch H+-Ionen verantwortlich ist“.

„[…]

„Bei einer Überdosierung von CO2 ist somit auch durchaus eine Erhöhung der Karbonathärte möglich“.

CO2 entsteht bei AquaRichtig aus dem Nichts

Bei AquaRichtig entsteht CO2 offenbar aus dem Nichts, denn in Vollentsalzer oder Osmose-Anlage – Pro und Contra heißt es:

„Ein weiterer Vorteil der Vollentsalzung ist, das [sic!] die eingestellten Wasserwerte nahezu konstant bleiben und man bei einer Karbonat-Härte von 2, mit einem pH von 6,2 auch ausreichend freies CO2 im Wasser hat“.

[Vollentsalzer oder Osmose-Anlage – Pro und Contra]

An anderer Stelle schlägt man bei AquaRichtig in die selbe Kerbe:

„Richtiges Wasser für Weichwasserfische, wie Diskus, Neons, Corydoras und viele andere hat einen idealen pH Wert von 6,2 – 6,3 und KH von 2 – 3 und diese Werte können Sie nur mit Vollentsalzer Kati und Ani, durch das stark saure Kationenharz, ohne irgendwelche Hilfsmittelchen wie CO2 Zugabe oder Torffilterung, etc. herstellen!“